Testturm

Übersicht:

Generelles

Was soll gebaut werden?

Gebaut wird ein 246 Meter hoher Testturm, um neueste Aufzugstechnologien zu entwickeln, zu testen und zu prüfen. Eine moderne Architektur im Zeichen unserer Ingenieurkunst soll dem Turm ein leichtes, filigranes Erscheinungsbild geben.

Warum kein Turm in Neuhausen auf den Fildern?

Im 75 Kilometer entfernten thyssenkrupp Aufzugswerk in Neuhausen auf den Fildern ist der Bau eines solchen Turms aufgrund der Nähe zum Stuttgarter Flughafen nicht möglich

Wie steht die Politik dazu?

Oberbürgermeister Ralf Broß begrüßt das Vorhaben: „thyssenkrupp ist bei uns hochwillkommen. Die Investition bedeutet eine nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandorts Rottweil auf der Technologie- und Innovationsachse Stuttgart-Zürich. Die Ansiedlung von thyssenkrupp Elevator ist ein wichtiger Impuls für die wirtschaftliche Weiterentwicklung Rottweils und daher eine große Chance für die Stadt. Die älteste Stadt Baden-Württembergs stehe für eine ausgeprägte und innovative mittelständische Wirtschaft mit einem engagierten Unternehmertum. Rottweil wird durch diese Millioneninvestition weit über seine Grenzen bekannt werden und Touristen und vielleicht auch Investoren anlocken. Die Verbindung von Mittelalter und Moderne kann ein einzigartiges Ambiente schaffen. Diese Top-Ansiedlung bietet Potenzial für Tourismus und Wirtschaft.“

Verändert sich die Stadtsilhouette?

Die historische Stadtsilhouette Rottweils bleibt unverändert, da sich das geplante Areal etwa 1,5 Kilometer von der Altstadt entfernt befindet.

Warum fiel die Wahl auf Rottweil?

Durch unser Aufzugswerk in Neuhausen auf den Fildern fühlen wir uns eng mit Baden-Württemberg verbunden. Die zentrale Lage unweit dieses Standorts, die Einbindung in den Hightech-Gürtel rund um Stuttgart, die politische Unterstützung durch Oberbürgermeister Broß und dem Gemeinderat sowie die breite Zustimmung der Bevölkerung gaben den Ausschlag für Rottweil.

Warum muss dieser Turm überhaupt gebaut werden?

Der Turm dient dem Testen und der Entwicklung von Aufzügen für die stetig wachsenden Hochhäuser in der ganzen Welt. Um auch zukünftig technologisch führende und geprüfte Anlagen für Förderhöhen von 600 Metern und mehr liefern zu können, brauchen wir einen Testturm in dieser Größenordnung. Gleichzeitig ist das Projekt für uns ein klares Bekenntnis zum Forschungs- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.

Wird es auf dem Turm eine Aussichtsplattform geben?

Ja, auf dem Turm wird es zukünftig eine Besucherplattform geben. Mit 232 Metern Höhe wird sie die höchste in ganz Deutschland werden und einen Panoramablick über Rottweil, den Schwarzwald bis hin zu den Alpen bieten.

Visuelle Aspekte

Wann und in welcher Form liegt eine realitätsnahe Simulation aller Ansichten von außerhalb und innerhalb der Stadt vor?

Eine Höhensimulation des Testturms mittels eines Ballons wurde vor Baubeginn durchgeführt. Anhand präziser Vermessungsdaten haben wir Visualisierungen des Turms von verschiedenen unterschiedlichen Perspektiven erstellt, die Sie auf unserer Website zum Testturm finden – www.aufzugsturm-rottweil.de.

Tourismus

Wird unter dieser Prämisse unsere Stadt durch den thyssenkrupp Elevator-Testturm attraktiver, oder reduziert der Turm ihre Wertigkeit als Ziel des Tourismus?

Der Turm hat sich bereits während der Bauphase zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Durch die höchste Aussichtsplattform Deutschland auf 232 Metern Höhe bekommt die Stadt ein weiteres touristisches Highlight mit einem hohen Anziehungsfaktor sowohl für Tages- als auch für den Übernachtungstourismus.

Kann durch den Bau des thyssenkrupp Elevator-Testturms, der den Hochturm um ca. 90m überragen wird, unsere Stadtidentität, das mittelalterliche Erbe unserer Stadt, dauerhaft Schaden nehmen?

Nein. Gerade der Kontrast Historie – Moderne ist für den Tourismus besonders interessant. Durch den Tourismus werden außerdem zusätzliche Einnahmen mobilisiert, die helfen das mittelalterliche Erbe der Stadt zu bewahre.

Was kann der Testturm für Aufzüge zum touristischen Erfolg beitragen?

Der Testturm wird sich durch die Aussichtsplattform auf den Tages- und Übernachtungstourismus in Rottweil positiv auswirken. Außerdem sind positive Effekte in den Bereichen Eventtourismus und Pauschalreisetourismus zu erwarten.

Lassen sich die Besucherzahlen in Rottweil durch den thyssenkrupp Elevator-Testturm nennenswert steigern?

Gerade im tagestouristischen Bereich wird eine signifikante Steigerung der Besucherzahlen zu erwarten sein. Eine Mehrzahl dieser Besucher wird die Besichtigung des Turms mit der Stadtbesichtigung verbinden.

Wie soll eine Einbeziehung des Testturm- Areals in das Stadtkonzept aussehen?

Das Berner Feld wird in die touristische Infrastrukturplanung einbezogen. Der Turm ist als Ausgangs- und Informationspunkt für viele Tagesbesucher zu sehen, die hauptsächlich wegen des Turms kommen, aber im Anschluss auch die Stadt und beispielsweise auch den Industriepfad Neckartal besichtigen. Der Turm dient als Instrument, um auf die weiteren Sehenswürdigkeiten in Rottweil und Umgebung aufmerksam zu machen. Ziel dabei ist es, die Verweildauer der Gäste in der Region zu erhöhen.

Welche Argumente gibt es, damit nicht auch diesmal wieder, wegen eines technischen Großbauwerks im Neckartal, unserer Stadt die staatliche Anerkennung als Erholungsort versagt wird?

Der geplante Testturm behindert in keinerlei Weise die Zertifizierung als Erholungsort.

Ist nicht zu befürchten, dass bei weiter wachsendem Bewusstsein für die historische Wertigkeit unserer Stadt, auch der thyssenkrupp Elevator-Testturm in ein paar Jahren, wenn die momentane Euphorie verflogen ist, von einer Mehrheit als störend empfunden wird?

Nein, in ein paar Jahren wird sichtbar werden, dass der Turm für die überregionale Vermarktung von Rottweil ein sehr wichtiger Baustein ist und ein neues Kapitel in deren Entwicklung der “Stadt der Türme” aufgeschlagen hat.

Ist für den thyssenkrupp Elevator-Testturm derzeit von einem privaten Betreiber eine konkrete touristische Nutzung durch eine breite Öffentlichkeit beabsichtigt?

Konkret ist eine Aussichtsplattform geplant. Eine weitere touristische und gastronomische Nutzung ist noch offen. Interessenten haben sich bei der Stadt bereits gemeldet.

Inwiefern steht der thyssenkrupp Elevator-Testturm im Einklang mit dem angestrebten „sanften Tourismus“?

Touristisch gesehen dient der Turm vor allem als Aussichtspunkt. Von dort aus lässt sich die Stadt Rottweil, die Landschaft der Schwäbischen Alb und des Schwarzwalds beobachten. Bei guter Sicht sind auch die Alpen zu erkennen. Somit steht die landschaftliche Darstellung bzw. das Natur- und Landschaftserlebnis hier im Vordergrund. Diese Nutzung steht mit dem “sanften Tourismus” im Einklang.

Nachhaltigkeit

Unter wessen Beteiligung hat die Verwaltung den Diskurs zur Verantwortung der Gemeinde geführt und mit welchem Ergebnis?

Am Diskurs über das Projekt beteiligt wurden die Bürger bereits im Rahmen einer Bürgerversammlung, die Medien durch regelmäßige Informationen, die Anwohner im Neckartal über eine Anwohnerversammlung, der Gemeinderat im Rahmen mehrere Sitzungen und die betroffenen Behörden im Zuge der frühzeitigen Behördenbeteiligung. Der Diskurs hat gezeigt, dass eine breite Mehrheit dem Projekt aufgeschlossen gegenübersteht.

Bezieht sich dieser Begriff auch auf die bauliche Ausführung des Turms?

„sustainable efficiency“ definiert vor allem die Funktion des Testturms. Durch die Forschung, Entwicklung und den Test von innovativen Aufzügen werden unsere Produkte energieeffizienter und ressourcenschonender.

Wird/ wurde eine Ökobilanz oder wenigstens eine CO2 Bilanz für das gesamte Vorhaben erstellt?

Das gesamte Spektrum der Nachhaltigkeit kommt bei unseren Produkten von Beginn an zum Tragen. Wir schonen Ressourcen durch intelligenten Materialeinsatz, wir verwenden umweltgerechtes Material bei der Produktion und unsere Aufzüge sind nach VDI 4707 zertifiziert und verbrauchen somit im Betrieb weniger Energie. Der Testturm selbst stellt als Gebäude eine Sonderform dar, daher ist eine dezidierte Zertifizierung nicht vorgesehen.

Lassen sich aus dem Begriff „sustainable efficiency“ heraus Rückschlüsse auf eine weitere nachhaltige Entwicklung des Technologiestandorts Rottweil ziehen? Wenn ja, welcher Art?

Für thyssenkrupp Elevator ist der Begriff „sustainable efficiency“ ein wesentliches Unternehmensziel. Der Begriff ist auch bei der Entwicklung von Aufzugskomponenten und -systemen als Entwicklungsziel fest verankert.

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des „Technologiestandortes Rottweil“ könnten sich hier für die Stadt Rottweil Ansatzpunkte für Kooperationen mit der Wirtschaft vor Ort ergeben. Viele Rottweiler Betriebe wenden schon heute umweltfreundliche und nachhaltige Technologien an. Die Landesregierung hat ihre Wirtschaftspolitik unter anderem auf das zukünftige Wachstumsfeld „Umwelttechnologien, Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“ ausgerichtet und das Thema „Ressourceneffizienz“ zum Leitmotiv des politischen Handelns erklärt. Vor diesem Hintergrund kann sich für Rottweil als Teil der Technologieachse Stuttgart-Zürich mit dem Engagement von thyssenkrupp Elevator die Chance ergeben, von den Entwicklungen im Bereich „Grüne Technologien“ in der Metropolregion Stuttgart zu profitieren.

In wieweit wurden die in Jahren bürgerschaftlichen Engagements gewonnenen Erkenntnisse aus den Agenda-Gruppen im Diskurs berücksichtigt?

Die Impulse aus der Arbeit der Agenda-Gruppen sind Gegenstand der Verwaltungsarbeit und waren damit auch Teil der Arbeitsgrundlage bei der Bearbeitung des Planungsvorhabens.

Was bedeutet der Begriff „sustainable efficiency“ – ein Begriff, mit dem ThyssenKrupp Elevator auf ihrer Website wirbt?

“sustainable efficiency” ist das globale Nachhaltigkeitsprogramm von ThyssenKrupp Elevator. Es kennzeichnet alle Ebenen der Unternehmenskultur und setzt unsere Leistungen in Einklang mit den Bedürfnissen von Mensch, Umwelt und Wirtschaft. Umweltgerechte Produkte, ressourcenschonende Produktion, zahlreiche Energiespar-Projekte, zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, soziales Engagement auch außerhalb der Werke – Nachhaltigkeit hat bei ThyssenKrupp Elevator viele Facetten.

Wie wird sich der hohe Anspruch der ThyssenKrupp Elevator-Unternehmenskultur auf einen umweltfreundlichen, ressourcensparenden Bau sowie auf einen dem Gemeinwohl förderlichen Betrieb des ThyssenKrupp Elevator-Testturms auswirken?

Mit dem Bau des Aufzugstestturm setzt ThyssenKrupp ein Zeichen. Sowohl als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg als auch ein deutlich sichtbares Zeichen in der “Stadt der Türme” Rottweil. Ohne die breite Unterstützung der Rottweiler Bürger, des Gemeinderats und der Landespolitik ist dieses Projekt nicht realisierbar. Selbstverständlich gilt unser Nachhaltigkeitsprogramm mit all seinen Facetten auch beim Bau und Betrieb des Turms. ThyssenKrupp legt besonderen Wert auf die Verwirklichung nachhaltigkeitsorientierter Ziele. Dies war selbstverständlich auch Bestandteil des Bieterverfahrens und wurde innerhalb des Verfahrens separat bewertet.

Ist ein Betrieb des thyssenkrupp Elevator-Testturms mit erneuerbaren Energien vorgesehen?

Ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung von Aufzugstechnik sind energiesparende Antriebs- und Steuerungstechnologien. Energie, die beim Bremsen entsteht, soll ins Versorgungsnetz zurückgespeist bzw. gespeichert werden. Steuerungsalgorithmen stellen dabei eine effiziente Abwicklung der Verkehrsströme mit möglichst wenigen Zwischenstopps sicher. Für die Energieversorgung der Räumlichkeiten des Versuchsturmes wird die Verwendung alternativer Energien (z.B. Holzschnitzel) im Rahmen der Planung untersucht und bewertet.

Inwiefern könnte der thyssenkrupp Elevator-Testturm als Beispiel quantitativen Wachstums und wirtschaftlichen Unternehmenserfolgs auch zu einem, der Gemeinschaft dienlichen, qualitativen Wachstum beitragen?

Der Testturm steht für die Ingenieurskunst von thyssenkrupp Elevator und unterstreicht unser Bekenntnis zum Standort Deutschland und der Region Baden-Württemberg. Mit dem Bau und Betrieb des Testturms sichern wir Arbeitsplätze in Neuhausen und Rottweil. Der Turm unterstützt uns dabei, schnelle Aufzugsanlagen für die weltweit höchsten Gebäude sicher und nachhaltig zu produzieren.

Bau / Bauplanung

Wie steht die Verwaltung zu diesen erforderlichen Änderungen?

Die Stadt Rottweil hat die Aufgabe Bauleitpläne aufzustellen, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Bauleitpläne sollen eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang bringt, und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten. Die Verwaltung sieht diese Voraussetzungen bzw. Bedingungen im hier vorliegenden Fall gegeben. Weitere diesbezügliche Überprüfungen sind Teil des Verfahrens.

Wann und auf welche Weise werden diese Änderungen an die jeweiligen Betroffenen kommuniziert?

Beim Bebauungsplanverfahren handelt es sich um ein zweistufiges transparentes Verfahren. Das Verfahren beinhaltet eine zweistufige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung, in der jeder Bürger Anregungen und Bedenken vortragen kann. Über dieses Vorgehen wird im Zuge der amtlichen Bekanntmachung und über die Presse informiert. Die Anregungen, die Planungen und Beschlüsse werden jeweils in öffentlichen Gemeinderatssitzungen vorgestellt, diskutiert und beschlossen.

Ist eine Umwidmung von ‚Gewerbepark’ in ‚Industriepark’ angedacht?

Das „Industriegebiet Berner Feld“ ist ein kombiniertes Industrie- und Gewerbegebiete, für den Turm ist keine Umwidmung erforderlich.

Sind die bestehenden Zufahrtswege im Stadtgebiet für diese Mehrbelastungen ausgelegt?

Die Erschließung am Standort Berner Feld ist gesichert und der Verkehr wird über die Bundesstraße geleitet. Die Straßen sind verkehrstechnisch optimiert und können diesen Belastungen standhalten.

Durch Planung und Betreuung des Baus des thyssenkrupp Elevator-Testturms werden in Verwaltung und Gemeinderat auf längere Sicht erhebliche öffentliche Ressourcen gebunden sein. Welcher personelle Mehraufwand ist erforderlich, und wer trägt die Kosten dafür?

Es gehört zu den Kernaufgaben des Fachbereichs 4 Bauen und Stadtentwicklung alle für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung notwendigen Planungsrechtsverfahren vorzubereiten und durchzuführen. Hierfür werden im Einzelfall auch freie Planungsbüros zur Unterstützung zugezogen. Die insoweit entstehenden Kosten werden ebenso wie die Kosten für weitere Gutachten und vertiefte Untersuchungen dem Verursacher also thyssenkrupp Elevator in Rechnung gestellt. Die personellen Ressourcen für die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens sind vorhanden.

In wie weit sind die Materialien, die für den Bau des Turmes Verwendung finden, recyclingfähig?

Nach heutigem Stand sind die eingesetzten Materialien mehrheitlich recyclingfähig. Der verwendete Stahl und Edelstahl wird sogar zu 100 Prozent recyclingfähig sein.

Welche Änderungen werden im Detail an dem bestehenden Bebauungsplan durchgeführt?

Der Bebauungsplan wird die planungsrechtlichen Voraussetzungen des Bauvorhabens beinhalten; hier insbesondere die zulässige Höhe entsprechend erweitern.

Sind oder werden die Anwohner der bestehenden Zufahrtswege über die zu erwartende Lärmbelästigung während der Bauzeit umfassend aufgeklärt?

Es handelt sich um ein Industrie- und Gewerbegebiet und nicht um ein schutzbedürftiges Wohngebiet. Das Gebiet ist für die Unterbringung von gewerblichen und industriellen Einrichtungen auch im Mehrschichtbetrieb konzipiert.

Sind die Kosten für den erhöhten Verschleiß bzw. die zu erwartenden Schäden quantifiziert und in der Planung berücksichtigt? Wenn ja, wie hoch sind diese Kosten, und wer trägt sie?

Alle Zufahrts- und Erschließungsstraßen sind für die in einem Industriegebiet zu erwartenden Verkehrsbelastungen ausgelegt.

Welchen Zeitraum darf man sich für die Nutzungsdauer vorstellen?

Der geplante Testturm ist ein langfristiges Investment von thyssenkrupp Elevator und ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Er ist von großer strategischer Bedeutung für die Modernisierung und Erweiterung unseres Technologieparks in Neuhausen. Mit dem Testturm wollen wir unseren Vorsprung bei Aufzugstechnologien weiter ausbauen.

Wie muss man sich einen evtl. Rückbau vorstellen: Wird der Turm gesprengt, oder welche alternative Form des Rückbaus ist vorgesehen?

Der geplante Testturm ist ein langfristiges Investment von thyssenkrupp Elevator und von großer strategischer Bedeutung für die Modernisierung und Erweiterung unseres Technologieparks in Neuhausen. Mit ihm wollen wir unseren Vorsprung bei technologisch anspruchsvollen Aufzügen weiter ausbauen.

Werden seitens thyssenkrupp Elevator insolvenzsichere und unangreifbare Rücklagen für den Rückbau gebildet?

Der geplante Testturm ist ein langfristiges Investment von thyssenkrupp Elevator und von großer strategischer Bedeutung für die Modernisierung und Erweiterung unseres Technologieparks in Neuhausen. Mit ihm wollen wir unseren Vorsprung bei technologisch anspruchsvollen Aufzügen weiter ausbauen.

Betrieb

Welche Geräusch- bzw. Lärmentwicklung sind beim täglichen Betrieb des ThyssenKrupp Elevator-Testturmes zu erwarten, und in welcher Form wurde dies geprüft?

thyssenkrupp Elevator erfüllt die strengen Kundenanforderungen, was den Betrieb von Aufzugsanlagen angeht: Geräusche in und außerhalb des Aufzugs sollen so gering wie möglich sein. Unsere Kunden erwarten, dass ein Grenzwert < 50 dBA eingehalten wird. Die bedeutet in der Praxis, dass beim Betrieb der Testaufzüge keine Geräusche außerhalb des Turmes zu hören sind. Dies trifft auch auf Dauerläufe und andere Tests zu.

Wurden bei den Prüfungen Windbewegungen (auch Extrem-Ereignisse) mit einbezogen, die in Verbindung mit der Metallkonstruktion z. B. Summtöne hervorrufen können?

Im Bieterverfahren wurden selbstverständlich Untersuchungen und Tests zum Thema Wind und Akustik durchgeführt und dementsprechend berücksichtigt.

Zur Sicherheit für den Flugverkehr muss der Turm beleuchtet werden. Wie soll diese Beleuchtung genau aussehen?

thyssenkrupp Elevator wird die Beleuchtung gemäß den geltenden Richtlinien und Vorschriften der Deutschen Flugsicherung bzw. dieser Regelwerke berücksichtigen.

Ist eine Beleuchtung dafür vorgesehen?

Über eine Beleuchtung der Kennzeichnung ist in der bisherigen Phase noch nicht entschieden.

Wer trägt die für eine öffentliche Nutzung erforderlichen Investitionskosten, und wie hoch werden diese geschätzt?

thyssenkrupp Elevator wird die Aussichtsplattform realisieren. Die Größe der Aussichtsplattform wird für 199 Personen ausgelegt.

Werden das Gelände und der Turm umzäunt oder frei zugänglich sein?

Aus Sicherheitsgründen wird der Zugang zum Testturm nur eingeschränkt möglich sein.

Ist mit einer erhöhten Geräuschentwicklung zu rechnen die ansässigen Betriebe und Anwohner beeinträchtigen könnte?

thyssenkrupp Elevator erfüllt die strengen Kundenanforderungen, was den Betrieb von Aufzugsanlagen angeht: Geräusche in und außerhalb des Aufzugs sollen so gering wie möglich sein. Unsere Kunden erwarten, dass ein Grenzwert < 50 dBA eingehalten wird. Die bedeutet in der Praxis, dass beim Betrieb der Testaufzüge keine Geräusche außerhalb des Turmes zu hören sind. Dies trifft auch auf Dauerläufe und andere Tests zu. Der Einbau von neuen Aufzügen in den Testschächten findet in einem angeschlossenen System statt, sodass auch hier im Außenbereich keine außergewöhnliche Geräuschentwicklung stattfinden wird.

Können im Fall später auftretender Mängel hinsichtlich akustischer Emissionen Nachbesserungen an der Konstruktion vorgenommen werden?

Die Vermeidung akustischer Emission wird bereits in der Planung berücksichtigt. Sollte es zu unvorhergesehenen Emissionen kommen, so wird der jeweilige Einzelfall selbstverständlich genauestens überprüft.

Gibt es bereits eine konkrete Vorstellung für die Anbringung eines thyssenkrupp-Logos? Wenn ja, wie gro? soll dies sein, und an welcher Stelle soll es angebracht werden?

Der Turm wird in erster Linie durch sein Design und seine Funktion definiert und steht als Gesamtbild für die Ingenieurkunst von thyssenkrupp. Wir legen daher großen Wert auf eine dezente und harmonische Kennzeichnung des Testturms. Nach derzeitigem Stand ist eine Kennzeichnung des Testturm als Forschungseinrichtung von thyssenkrupp Elevator geplant.

Welche Vorkehrungen müssen bei der Rottweiler Feuerwehr für den Turm mit oder ohne öffentliche Nutzung getroffen werden?

Die Feuerwehr wurde eng eingebunden und ein Brandschutzkonzept gemeinsam erarbeitet.

Wird eine Verbesserung des Stadtbusnetzes zu Gunsten des Gewerbeparks angestrebt

Die touristische Nutzung lässt einen erhöhten Bedarf im öffentlichen Personennahverkehr erwarten. Daher gehen wir davon aus, dass zu gegebener Zeit über eine verbesserte Anbindung des “Berner Feldes” nachgedacht werden wird.

Risiken und Chancen

In welcher Größenordnung lassen sich die steuerlichen und sonstigen Einnahmen der Stadt durch den Betrieb des Turmes durch thyssenkrupp Elevator und die touristische Nutzung quantifizieren?

Eine Aussage zur Gewerbesteuer ist zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht und wäre reine Spekulation. Gerade im Tourismus erwarten wir beträchtliche positive Effekte, die sich jedoch noch nicht quantifizieren lassen.

Sind bereits externe Bewertungen zu den genannten Themen eingeholt worden? Wenn ja, in welcher Form und bei welchen Institutionen?

Die Stadt Rottweil hat im Rahmen der frühzeitigen Behördenbeteiligung bereits vor Verfahrensstart wichtige Punkte zur Prüfung vorgelegt.

Mit welchen Nachfolgeansiedlungen, Begleit- und Zulieferbetrieben rechnen Experten? Ist die Wirtschaftsförderung hierauf bereits vorbereitet? Kann und wird thyssenkrupp Elevator hierzu Beiträge leisten?

Die Errichtung weiterer Testlabore/-einrichtungen durch thyssenkrupp Elevator ist zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Grundsätzlich eröffnet der Test- und Entwicklungsturm die Chance auf weitere Ansiedlungen in seinem Umfeld und in der Folge neue indirekte Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze ob bei Zulieferern oder durch thyssenkrupp Elevator selbst.

Wie hoch werden die Auswirkungen von Bau und Betrieb des thyssenkrupp Elevator-Testturms auf das Wohl, den Wohlstand der Rottweiler Bevölkerung und die Finanzkraft der Stadt eingeschätzt?

Eine Aussage zur Gewerbesteuer ist zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht und wäre reine Spekulation. Gerade im Tourismus erwarten wir beträchtliche positive Effekte, die sich jedoch noch nicht quantifizieren lassen.

In wieweit beteiligt sich thyssenkrupp Elevator konkret an einer Weiterentwicklung Rottweils als Technologiestandort?

thyssenkrupp Elevator beteiligt sich konkret mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro durch den Bau des Testturms. Die Errichtung weiterer Testlabore/-einrichtungen durch ThyssenKrupp Elevator ist zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ein Projekt mit dieser Ausrichtung und Größenordnung Signalwirkung hat: Unternehmen bevorzugen ein solches innovationsfreundliches und technikaffines Umfeld.

Von wie vielen neuen Vollzeitarbeitsplätzen kann ausgegangen werden bei Bau, Betrieb, touristischer Nutzung des Turmes, bei Betreuung des Bauherrn und der zu erwartenden Besucher durch die Stadt?

Während der Bauphase werden mehrere hundert temporäre Arbeitsplätze am Testturm benötigt. Im Turm selbst werden über 30 Arbeitsplätze dauerhaft geschaffen, davon 25 Arbeitsplätze für hochqualifizierte Ingenieure, die im Testturm beste Bedingungen für die zukünftige Entwicklung von Aufzugsinnovationen vorfinden. Zudem wird der Testturm auch als Standort für Schulungen von Ingenieuren und Serviceinstallateuren genutzt. Darüber hinaus erwarten wir durch die Besuche von Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen von thyssenkrupp Elevator sowie interessierten Kunden aus aller Welt weitere positive Effekte. Aussagen zur zusätzlichen Zahl der Vollarbeitsplätze im Tourismus lassen sich aus Sicht der Stadt in dieser frühen Phase noch nicht treffen.

Werden diese Bewertungen öffentlich zur Diskussion gestellt?

Die Anregungen der Träger öffentlicher Belange werden im Verfahren offengelegt.

Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, die Bürger der Stadt gegen wirtschaftliche Risiken auf Seiten des Bauherrn abzusichern?

Dies sehen wir als nicht erforderlich an, wirtschaftliche Risiken trägt der Bauherr.

Wie sieht thyssenkrupp Elevator im Zuge Ihres Geschäftsfeldes in Rottweil die Chance auf weitere Ansiedlung von Firmen oder Technologien und hat es hierzu schon zielführende Gespräche gegeben? Wenn ja mit welchen konkreten Ergebnissen?

Die Errichtung weiterer Testlabore/-einrichtungen durch thyssenkrupp Elevator ist zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Kann der thyssenkrupp Elevator-Testturm zur Keimzelle eines Forschungsinstituts oder einer Hochschule in Rottweil werden? Wenn ja, wurden hierzu bereits konkrete Strategien entwickelt worden? Ist thyssenkrupp Elevator bereits in solche kommunalpolitisch wichtige Strategien mit eingebunden?

Grundsätzlich ja. Die Fragenden eröffnen hier eine interessante Perspektive für die Stadt Rottweil, über die mit thyssenkrupp Elevator und weiteren Beteiligten zu gegebener Zeit gesprochen werden kann. Die Stadt Rottweil steht dieser mittel- bis langfristigen Entwicklungsoption positiv gegenüber und verweist auf die Entwicklungen des Hochschulstandortes in Tuttlingen, der nur aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstärke der Region Tuttlingen entstehen konnte.

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Nach der Eröffnung Anfang Oktober ist der Turm für Besucher geöffnet. Lesen Sie hier mehr.